„Allein ist man schneller, gemeinsam kommt man weiter!“ Dieser Satz bringt genau das auf den Punkt, worum es bei der kollektiven Intelligenz für die Eventkonzeption geht. Im respektvollen Umgang mit allen Beteiligten und mit einer wohlwollenden, aufmerksamen Grundhaltung bringt kollektive Intelligenz innovative und hochwertige Ideen hervor.

1. Inspirieren, zusammenarbeiten, Spaß haben
In diesen Pandemiezeiten ist es manchmal schwer, optimistisch zu bleiben und kreativ zu denken. Gemeinsam über ein Projekt nachzudenken und sich dabei bestimmte Vorgaben zu setzen, ist ein guter Weg, um originelle und wirkungsvolle Ideen zu finden. Wir alle können voneinander lernen. Erinnern wir uns daran (falls wir es vergessen haben), dass unsere Berufe vor allem auf Beziehungen und Austausch beruhen.
Es geht darum, mit verschiedenen Methoden die Stärke der Teamarbeit mit den individuellen Qualitäten jeder Person zu verbinden. Wichtig ist, dass sich jede Person gehört und verstanden fühlt und dass der Austausch und das Zusammenspiel innerhalb der Gruppe jede einzelne Idee verbessern, um am Ende die besten Ergebnisse zu erhalten. Die Einbindung aller Beteiligten stärkt das Engagement der Teilnehmer und hilft, Spannungen vorzubeugen. Zögern wir also nicht: Inspirieren wir uns, arbeiten wir zusammen und haben wir dabei Spaß!
Kollektive Intelligenz hilft außerdem dabei, hochwertige Inhalte für das Storytelling Ihrer Veranstaltung zu sammeln. Dabei ist es wichtig, dass dieses Storytelling eine Geschichte erzählt oder einem stimmigen roten Faden folgt, um die Teilnehmer vor, während und nach der Veranstaltung zu fesseln und zu beeindrucken.
Bevor Sie über Ihr Storytelling kommunizieren, können Sie mit einer Reihe wirkungsvoller Einstiege arbeiten, um Ihre Gesprächspartner auf die Botschaft vorzubereiten, etwa mit einer Analogie, mit Zahlen, einer Neuigkeit oder auch mit einer persönlichen Information, die Ihrem Publikum die Hand reicht und eine Verbindung schafft.
2. Die Methoden
👉 Brainstorming & Brainwriting
Um einen guten Ideenfindungsprozess mit kollektiver Intelligenz in Gang zu bringen, sollte man vorzugsweise mit einer individuellen Brainstorming-Phase beginnen.
Eine Variante des Brainstormings ist das Brainwriting. Dabei schreibt jeder seine Idee auf einen Post-it (physisch oder virtuell) und gibt ihn an den Nachbarn weiter, der die Idee aufgreift und weiterentwickelt.
Um noch weiter zu gehen, geben Sie Ihrer Gruppe gerne bestimmte Vorgaben (Budget, Branche usw.), damit sie ungewöhnliche Ideen entwickelt und ihre Komfortzone verlässt.
👉 Offenes Forum
Auch das offene Forum (oder World Café) lebt vom Beitrag anderer, um die Qualität der Ideen zu verbessern. An einem Nachmittag zu einem bestimmten Thema kann die Gruppe zum Beispiel ein zu lösendes Problem aufgreifen, hochwertige Ideen entwickeln, sie sortieren, priorisieren und einen Aktionsplan vorschlagen. Da jeder an der Ausarbeitung beteiligt war, tragen alle die vorgeschlagenen Maßnahmen mit. Das ist ein guter Weg, damit jede beteiligte Person lernt, in der Gruppe zu arbeiten, mit den Persönlichkeiten und Ideen aller.
👉 Design Thinking
Die letzte Methode ist Design Thinking. Damit lassen sich innovative Produkte und Dienstleistungen entwickeln, indem der Nutzer in den Mittelpunkt der Überlegungen gestellt und dem Projektverlauf ein klarer Rahmen gegeben wird. Hier sind die 3 wichtigsten Schritte:
1. Die Immersion: Man befragt die Nutzer und versucht, die Erwartungen jeder einzelnen Person zu verstehen
2. Die Ideenfindung: Man lässt sich von allem inspirieren, was einen umgibt (Videos, Fotos usw.), und äußert alle Ideen, die einem in den Kopf kommen (nach dem gleichen Prinzip wie beim Brainstorming).
3. Prototyping und Test: Man wählt die besten Ideen aus und geht in den Projektmodus über. Dabei kommt Shadowing zum Einsatz, eine Technik, bei der das Projekt von Teilnehmern getestet wird, um zu prüfen, ob es gut funktioniert und den Erwartungen entspricht. Denken Sie daran, immer den Nutzungskontext zu berücksichtigen. Bei jedem Schritt sollten Sie prüfen, ob sich die ursprüngliche Fragestellung nicht verändert hat.
3. Einen kollaborativen Workshop organisieren: Finden Sie gemeinsam eine Lösung für eine Fragestellung

Ein kollaborativer Workshop hilft Ihnen dabei, die wichtigsten Elemente eines verständlichen, nützlichen und stimmigen Aktionsplans zu identifizieren und sicherzustellen, dass Sie nichts vergessen haben. Dabei ist es wichtig, dass Sie sich als Vermittler positionieren: So profitieren Sie von der praktischen Erfahrung der Teilnehmer, prüfen gleichzeitig die Machbarkeit des Projekts und steigern Ihre Kreativität durch kollektive Intelligenz.
Hier sind die wichtigsten Schritte:
👉 Informationen zusammenführen: Machen Sie sich zunächst individuell mit dem Kontext vertraut und versuchen Sie, die Ursache des Problems zu verstehen. Bevor Sie Lösungen definieren und umsetzen, stellen Sie sicher, dass die vorherigen Schritte abgeschlossen sind, und teilen Sie eine Zusammenfassung mit den Teilnehmern.
👉 Herausforderungen identifizieren: Die Fragestellung(en) helfen Ihnen dabei, einen Aktionsplan zu definieren. Die Formulierung sollte SMART sein: spezifisch, messbar, ambitioniert, realistisch und zeitlich definiert.
Auch hier gilt: Gehen Sie für jede Fragestellung individuell vor und klären Sie anschließend:
● Die Rahmenbedingungen sowie die Vor- und Nachteile analysieren.
● Prüfen, was intern oder in ähnlichen Organisationen bereits ausprobiert wurde.
● Über ein konkretes Ziel nachdenken, das Sie erreichen möchten. ● Auf welche Ressourcen können Sie sich stützen und mit welchen Einschränkungen müssen Sie umgehen?
● Die notwendigen Unterlagen vorbereiten (Landkarten, rechtliche Texte usw.)
👉 Den Inhalt des Workshops vorbereiten:
A. Einladungen & Kommunikation: Legen Sie den Teilnehmerkreis fest, den Sie ausgewählt haben (Unbekannte, nahestehende Personen, Kollegen, externe Beteiligte), und informieren Sie diese über Ort, Datum und Thema Ihres Workshops.
B. Methoden: Nutzen Sie einen externen Moderator, der die Regeln und den Ablauf erklärt und Sie bei der Leitung des Workshops unterstützt, und sorgen Sie während des gesamten Workshops für eine kreative und konstruktive Atmosphäre
👥 Ein paar Tipps für eine kreative Atmosphäre:
● Ideen sollten sich in wenigen Worten zusammenfassen lassen
● Die Teilnehmer greifen die Ideen der anderen auf, kommentieren oder bewerten sie aber nicht
● Jeder schreibt seine Ideen auf und teilt sie einzeln mit der Gruppe.
C. Den Arbeitsraum vorbereiten: Kommen Sie früh an, damit Sie ruhig und entspannt sind, wenn die anderen eintreffen. Achten Sie beim Aufbau darauf, dass ein großer Tisch mit Stühlen für alle vorhanden ist. Am besten eignet sich eine Anordnung im Kreis.
D. Einführung: Halten Sie eine 10-minütige Präsentation vor Ihrer Gruppe, in der Sie Ihre Vision, den Zweck und die Ziele des Tages, den Kontext, die Beteiligten sowie die bereits angedachten Lösungen erläutern.
👉 Den Workshop leiten und den Austausch fördern:
A. Diskussionsphase: Setzen Sie die Kreativität der Teilnehmer frei, damit sie auf Basis ihrer eigenen Erfahrungen und Sichtweisen neue Ideen einbringen, und bereiten Sie einige Fragen vor, um den Austausch voranzubringen. Diese Phase sollte dynamisch sein und den Respekt gegenüber allen wahren. Notieren Sie gerne einige Ideen auf einer Tafel.
B. Aufteilung in kleine Gruppen: Teilen Sie die Gruppe in Untergruppen auf und schauen Sie regelmäßig vorbei, um sicherzustellen, dass alles gut läuft.
C. Vorstellung der Ideen jeder Gruppe: Eine Person aus jeder Gruppe stellt die Ergebnisse ihrer Arbeit 5 Minuten lang vor dem Publikum vor
D. Diskussionsphase: Fassen Sie die wichtigsten Ideen zusammen und versuchen Sie, mehrere Lösungen vorzuschlagen, die die ursprüngliche Fragestellung beantworten könnten
✍️ Benötigtes Material:
● Post-its/Öko-Post-its
● Stifte/Bleistifte
● Karton, Whiteboard oder Kreidetafel
E. Abschluss: Bedanken Sie sich bei den Teilnehmern vor ihrer Abreise und notieren Sie ihre E-Mail-Adresse, um sich später für ihren Beitrag zu bedanken. Präsentieren Sie ihnen die entwickelten Lösungen (idealerweise visuell) und teilen Sie Fotos/Videos des Workshops.
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